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Unser Planet hat seit Millionen von Jahren den gleichen Umfang, die gleiche Größe und zieht in der gleichen habitablen Zone seine Bahnen um die Sonne. Über die Jahrmillionen entwickelten sich hier quälend langsam alle für uns wichtigen Ressourcen, die nun im Erdboden gespeichert sind. Unsere Verbrauchsgeschwindigkeit spricht leider eine andere Sprache.

Ressourcen wie Erdöl und Gas sind in immer komplexeren Vorgängen und Verbindungen zu unverzichtbaren Rohstoffen geworden, die unser modernes industrielles Leben ermöglichen. Unser Planet verfügt außerdem über wortwörtlich überlebenswichtige Ressourcen wie Wasser, Luft und Erde, die ebenfalls nicht endlos vorhanden sind. Aktuell wird dieser Fakt aber im Wesentlichen nicht oder nur oberflächlich berücksichtigt. So gelten 244 Milliarden Tonnen Erdölreserven als gesichert. Bei dem heutigen Verbrauch an Erdöl würde diese Menge für nur ca. 50 Jahre ausreichen.

Alle Ressourcen haben einen ungefähr bestimmbaren Endpunkt. Kombiniert man die wichtigsten Verbrauchsfaktoren weltweit, so kann ein Jahreskontingent für die Erde und ihre individuellen Länder bestimmt werden – und somit auch ein Punkt, ab dem dieses Kontigent überschritten wird.

Die Erde

Der Earth Overshoot Day – Bis hierhin und nicht weiter

Ein Großteil unserer Ressourcen benötigt Tausende oder gar Millionen von Jahren zur Entstehung. Umso wichtiger ist es, mit diesen Rohstoffen sorgsam und zukunftsgerichtet zu haushalten.

Das Konzept des Earth Overshoot Days der Organisation Global Footprint Network ist es, den kritischen Zeitpunkt innerhalb eines Jahres zu markieren, an dem die Menschheit die natürlichen Ressourcen, die uns unser Planet Erde für ein Jahr zur Verfügung stellen kann, verbraucht hat.

Weltweit betrachtet, fiel dieser Tag im Jahr 2023 auf den 2. August. Ab diesem Tag wurden die Ressourcen einer zweiten Erde verbraucht. In Deutschland war dieser bereits am 04.05.2023 erreicht. Seit diesem Tag verbrauchen wir bereits die Ressourcen einer zweiten Erde. Entsprechend werden in 2023 die Ressourcen von 1,7 Erden verbraucht.

Drei Erden ab 2050

Laut wissenschaftlichen Berechnungen wird die Erdbevölkerung im Jahr 2050 bei 9.7 Milliarden Menschen liegen. Damit wird der einhergehende steigende Ressourcenverbrauch für das Jahr 2050 einen Verbrauch von voraussichtlich 3 Erden betragen.

Mehr Plastikmüll durch höheren Verbrauch

Mit dem Gebrauch und Verbrauch von Kunststoffen aller Art in Produkten und Verpackungen entsteht ein schwer zu handhabendes Müllaufkommen. Diese Rückstände können nur schleichend von unserer Erde verarbeitet und kompensiert werden, denn Kunststoffe benötigen eine sehr lange Zeit, um sich zu zersetzen:

  • PET (Polythylenterephthalat), welches in Einwegflaschen und Verpackungen verwendet wird, kann Hunderte von Jahren oder mehr benötigen, um sich in der natürlichen Umgebung zu zersetzen.
  • HDPE (High-Density Poythylene) und LDPE (Low-Density Polythylene) – die Kunststoffe, die in Plastiktüten und Flaschen verwendet werden – können ebenfalls nur innerhalb von Jahrhunderten abgebaut werden.
  • Polystyrol (Styropor), das oftmals zum Produktschutz und zum Isolieren und Dämmen verwendet wird, benötigt sogar Hunderte bis Tausende von Jahren, um sich zu zersetzen.

Die lange Zersetzungszeit von Kunststoffen ist ein Grund, warum Plastikmüll zu einem der größten Umweltprobleme und Herausforderungen für die Menschheit geworden ist. Dabei ist die Zersetzung von Kunststoffabfällen nicht gleichzusetzen mit Abbau oder Verrottung. Denn der Kunststoffmüll besteht in seiner Form weiter – als Mikroplastik.

Ziel muss die Reduzierung des Kunststoffverbrauchs sowie die Einführung und Nutzung von Kreislaufwirtschaften und einem grünen Verpackungs- und Behältermanagement in allen Wertschöpfungsprozessen sein.

Move the Date durch effizientes Behältermanagement

Ein innovatives Behältermanagement trägt dazu bei, erhebliche Mengen an Kunststoffmüll und Abfällen zu reduzieren. Gleichzeitig wird der Ressourcenverbrauch zur Gewinnung und Herstellung von Einwegverpackungen und des Produktschutzes reduziert.

Zudem reduziert ein grünes Behältermanagement innerhalb einer Wertschöpfungskette den Energie- und Ressourcenverbrauch von Kraftstoffen mittels optimierter Transportfrequenzen zwischen den beteiligten Kreislaufteilnehmern. Die Mehrwergbehälter können in einem Kreislaufsystem in Verbindung mit einer nachhaltigen Behälterreinigung und dem Einsatz einer smarten Behältermanagement-Software über Jahrzehnte genutzt werden.

Mittels der eingesparten Ressourcen trägt ein Behältermanagement so dazu bei, den kritischen Zeitpunkt des Earth Overshoot Day Schritt für Schritt in Richtung Jahresende zu verlagern.

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